Ganymeds Rhapsodie

3D animierter Kurzfilm

Der 3D animierte Kurzfilm „GANYMEDS RHAPSODIE“ bedient sich einzelner Aspekte aus den unterschiedlichen Versionen der Sage um den Hirtenknaben Ganymed. Dabei steht nicht konkret eine eindeutige Handlung im Zentrum des Filmes, sondern vielmehr vier anfänglich voneinander unabhängige Teilhandlungen, die im Verlaufe der Zeit miteinander zu verschmelzen scheinen und durch viele kurze Bilder ein Neues Ganzes entwickeln. Der Film versteht sich, daher auch er Name Rhapsodie, als eine Art visuelles Gedicht, welches versucht durch das Zusammenspiel von Musik und Bild das Kernthema einer Metamorphose indirekt zu vermitteln. Ähnlich wie bei einem Gedicht liegt dem Zuschauer die persönliche Interpretation des Gesehenen völlig offen. 

Gestalterisch zieht der Film eine Referenz zum Stummfilm, der nicht wie oft vermutet, nur in schwarz weiß gezeigt wurde, sondern in farblich „eingefärbten“ Sequenzen. Dies ermöglicht bei diesem Film in den ersten Szenen eine klare Abgrenzung der Teilhandlungen durch die verschiedenen Farben und die spätere Vermischung der Elemente. 

Des Weiteren ist die Musik ein wichtiger Bestandteil des Projektes und bildete den Grundstein für die komplette Animation. Bereits das erste Animatic orientierte sich nur an der Musik und bildete die „Skizze“ für die finale 3D Animation. Die Wahl fiel dabei auf Franz Schuberts „Fantasy in C Major Op.15 D.760 ‚Wanderer‘ – IV. Allegro“, da dieses Stück mir persönlich sofort eine „Geschichte“ erzählt hat und mir Ideen für die Bilder gab, die ich in meinem Film zeigen wollte. Das Musikstück hat eine interessante Abwechslung des Tempos, welches viele Möglichkeiten bot mit dem Schnitt zu experimentieren.

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Paula Cyriaks, Halle (Saale), Germany